Demogorgon


Alla Arandil Finufaranell,

das mit der Zivilisation war nur von kurzer Dauer. Die Siedlung Sloobludop ist ausgelöscht. Von Demogorgon. Dem Dämonenprinzen. Richtig.

Die Geflüchteten - ich werde sie mal nach einem Namen fragen, legendäre Abenteuerbanden haben immer so tolle Namen, wie Acquisitions Incorporated oder Force Grey oder die Ritter von Myth Drannor oder die Helden der Halle oder die Retter von Greenest. Einstweilen die Geflüchteten also, konnten nur Dank meiner Hilfe aus der, dem Untergang geweihten, Siedlung der Kuo-toa entkommen.

Sloobludop und Demogorgon

Wie ich das gemacht habe, fragst du? Hör gut zu. Ich hatte ja beim letzten Mal bereits darauf hingewiesen, dass ich da ein ganz mieses Gefühl in der Schwanzspitze hatte. Und so ist es auch gekommen.

Die Leute hatten es sich in der obersten Etage der Kate von Ploopploopeen, ich nenne ihn mal “Ploop”, dem Erzpriester der Meeresmutter Blibdoolpoolp, gemütlich gemacht. Ich konnte sie durch die viele Ritzen und Öffnungen zwischen den Pilzholzständern der Gebäudekonstruktion gut erkennen. Dem kleinen Paggen ging es von vorneherein nicht gut, er hatte sich wohl beim Bad im Darklake einen Schnupfen zugezogen. Dem Dunkelelfen Sarith ging es auch nicht gut, obwohl Anselma ihn noch gar nicht zu sehr verprügelt hatte.

Alle legten sich zum Schlafen aufs Ohr. Alle, bis auf Shuushar natürlich, der blieb nach Kuo-toa Art stehen und zippelte nur ein wenig herum. Schon auch ungewöhnlich. Der süße Maeral in seiner “hach-was-bin-ich-für-ein-edler-Elf”-Meditationshaltung war so der einzige, der nicht wie tot umgefallen da lag und tief und fest schlief. Wirklich entspannt erschien mir das dennoch nicht. Schweiß ran an seinem Kopf herunter und einige Zeit später erwachte er mit einem spitzen Schrei. Sein “Bruder” Gumba (die Eltern möchte ich kennenlernen) wiegte ihn wieder sanft ihn den Schlaf und gab ihm ein Küsschen.

Erst nachdem einige Stunden vergangen waren, erwachten die Geflüchteten. Während ihrem Treffen mit Ploop nach der langen Rast ging es Schlag auf Schlag. Eine Truppe der Erzpriesterin Bloppblippodd, im Folgenden “Blopp” genannt, verlangte den Besuch der Besucher beim Schrein des Tiefenvaters. Ploop handelte mit den Geflüchteten aus, dass sie ihn begleiten, nicht kämpfen dürfen und dafür als Belohnung ein Boot inklusive Navigator über den Darklake erhalten würden. Sie schlugen in die fischige Hand von Ploop ein, besiegelt den Händel und machten sich auf der Stelle auf den Weg zu den Anlegestellen, dem Ort des Schreins des Tiefenvaters.

Schrein des Tiefenvaters

Was ein ekliges Teil! Über der Haut eines Riesenmanta, war ein toter, aber vollständiger Mantarochen gespannt und zwei Tintenfische bildeten zusammengebunden einen grotesken Kopf! Und Blut rann zwischen den Fischteilen in einen Bottich. E-CKEL-HAFT! Pfui Teufel.

Blopp und Ploop gestikulierten und palaverten auf dem Platz vor dem Götzenbild. Ein Duergar wurde unterdessen herbeigeschleift um offenbar an Ort und Stelle geopfert zu werden. Die Geflüchteten blickten ein wenig unsicher umher, nervös auch angesichts der Kuo-toa mit Speeren, die sich langsam genähert hatten. Der Rest der Fischleutemenge jubelte begeistert in Erwartung großer Unterhaltungskunst. Dem armen Grauzwerg wurde der Hals aufgeschlitzt und damit begann eine gewaltiges Tohuwabohu. Ploop haute Blopp mit seiner Keule eines ordentlich eins auf die Rübe, Anselma schubste den Kuo-toa hinter sich weg und rannte zum ausblutenden Zwerg rüber. Snake Eyes ließ Dawnbringer glühen und die Kuo-toa Speerleute wichen vor ihm zurück. Die übrigen Geflüchteten brachten sich außer Reichweite irgendwelcher Fischleutespeere. Anselma stoppte die Blutung des unbekannten Duergar und Snake Eyes sprach einen Heilzauber. Die Übrigen machten ein Boot startklar. In der Verwirrung verschwanden Shuushar und Buppido, selbst ich hab die zwei aus den Augen verloren. So waren es Maeral, Paggen, Jimjar, Sarith, Hocker und Anselma mit dem Duergar über der Schulter, die in einem etwa 30 Fuß langen Kielboot Platz nahmen und die Taue vom Steg lösten.

Snake Eyes und Gumba Kahn verblieben beim Götzenbild. Snake Eyes kämpfte zusammen mit Ploop geben Blopp. Gumba zerstörte den Schrein des Tiefenvaters. In dem Moment als der Zwerg mit seiner Axt die beiden Tintenfischleichen voneinander trennte und Snake Eyes Dawnbringer tief in die Brust von Blopp stieß und pulsierende Energie die Lebenskraft aus ihrem Körper riss, tauchte aus der Tiefe des Darklakes ein dicker, öliger Tentakelarm auf. Gefolgt von einem weiteren. Dann folgten zwei monströse Köpfe hintendrein, beide ähneln hässlichen, wütenden Pavianen mit bösartig gebogenen Stoßzähnen. Die roten Augen des Demogorgon brennen vor Blutlust und Wahnsinn, wie in den Legenden berichtet wird! Und er kam direkt auf Sloobludop zu!

Snake Eyes war bereits bei seinen Gefährten und wild am paddeln, als Gumba als Letzter über den letzten Anlegesteg noch mit einem gewaltigen Satz in das fahrende Boot hüpfte. Ich machte mich dann mal daran, die kleine Nußschale zu beschützen und aktivierte das Zauberjuwel aus Jade, um einen undurchdringlichen Wall zu erschaffen, welcher die Geflüchteten vor dem Schlag des Demogorgon rettete!

Demogorgon

Du wärst so stolz auf mich gewesen, hättest du das gesehen. Also, du kannst natürlich auch so stolz auf mich sein, schließlich erzähle ich dir ja davon. Und eine kleine Belohnung, denke ich, werde ich auch verdient haben. Vielleicht sogar eine mittelgroße Belohnung.

Mehr davon, wenn wir uns wiedersehen. Jetzt muss ich mich erstmal um diese Geflüchteten kümmern.

Namárië

-Ným