Turmschleichen


Die Retter von Greenest untersuchten die Metallplatte mit den Symbolen. Sie überprüften ihre Vermutung, dass es sich um ein Bedienfeld für einen Teleportationskreis handeln musste, indem sie Geschirr aus dem Raum verwendeten und das Panel mittels einer magischen Hand bedienten. Ihre Vermutung erwies sich mit ihren Versuchen als richtig und so einigten sie sich auf den Plan, dass Yona unter dem Zauber der Unsichtbarkeit auf das Symbol des Sterns drücken sollte. Arvandor war fest davon überzeugt, dieses Symbol müsse doch zum Observatorium an der Spitze des Turms führen. Der Mann wirkte einen Spionagezauber auf Yona, damit er sehe konnte, wo sie herauskam und damit die übrigen Abgesandten des Rates ihrer Gefährtin im Falle eines Falles schnell zur Hilfe eilen konnten.

Auch diese Vermutung des Arvandor stellte sich als richtig heraus. Yona befand sich im Observatorium des Xonthal. Die gegenüberliegende Tür kam ihr allerdings bekannt vor, sie hatte diese Tür von der anderen Seite vermutlich bereits gesehen: auf dem Balkon des Turms, als sie mit ihrem Familiar und gemeinsam mit Tashenell ihre Untersuchung von außen angestellt hatten.

Sie öffnete die Tür vorsichtig, doch auf dem Balkon wurde sie von 4 Kultisten erwartet, die sofort angriffen. Glücklicherweise konnten die Angreifer nur mit ihren Drachenzahndolchen in der Luft herumstochern, war die Halblingsfrau doch noch durch ihre Unsichtbarkeit geschützt. Sie eilte zurück zum Teleportationskreis und die übrigen Helden von Greenest drückten im Empfangsraum auf Geheiß des Mannes auf das Sternensymbol.

Gemetzel im Observatorium

Der Unsichtbarkeitszauber der Yona wurde von einem der Kultisten, einem Magier der sich später als Jorgen Pawl herausstellen sollte, mittels Antimagie aufgehoben. Alle Kultisten wirkten Zaubersprüche. Glücklicherweise konnten die Bezwinger von Aurathator den Gedankenkontrollzaubern der Kultisten widerstehen. Wer einmal gegen einen uralten Drachen bestanden hat, den beeinflussen wenig mächtige Kontrollzauber natürlich nicht mehr! Der Kampf im Observatorium entbrannte. Halvan war es, der die Retter von Greenest diesmal vor dem sicheren Tod bewahrte: sein Gegenzauber beendet eine mächtige Beschwörung des Jorgen Pawl, der drauf und drann gewesen war, den Odem eines weißen Drachen über die Streiter für die Westküste hinwegfegen zu lassen!

Jorgen Pawl

Um den Kultisten das Zaubern zu erschweren, wirkte der Mann einen Stillezauber im Observatorium. Arvandor nahm diese Gelegenheit war, sprang vor und mit wenigen geschickten Hieben seines Schwertes streckte er den Magier im Nahkampf nieder. Der Kampf gegen die zahlenmäßig unterlegenen Kultisten war dann schnell beendet. Einen ihrer Gegner ließen sie am leben und wieder war es Halvan, der den Gefangenen mit einem mächtigen Beeinflußungszauber dazu brachte, ihnen Auskunft zu erteilen. Möglicherweise war es auch das Verhalten der jungen Kupferdrachin Lysaleth, welche die toten Körper der gefallenen Kultisten entsorgte. Das Krachen der Knochen und das Mahlen ihrer mächtigen Kiefern sorgte selbst bei den hartgesottenen Bezwingern von Arauthator für sichtbares Unbehagen. Wie sollte es da wohl erst ihrem Gefangenen ergehen?!

Die Kultisten hier haben mit der blauen Drachenmaske ihr Experiment durchgeführt: einen Dracolich aus den Knochen eines blauen Drachen zu erschaffen. Er erklärte ihnen Symbole und Stockwerke des Turms und auch etwas widerwillig, wo sich seine Verbündeten aufhielten. Den etwas mehr als ein Dutzend verbliebenen Kultisten wollten die Retter von Greenest doch gern aus dem Weg gehen um ihre verbliebenen Kräfte zu sparen.

Metalltafel, Symbole und Ziele

SymbolZielKultisten
Empfangshallekeine
⑁⑁Balkone der Empfangshallekeine
˥Kammernunbekannt
Schreinetwa halbes Dutzend
Loungeetwa halbes Dutzend
Observatoriumkeine mehr
Schlafzimmerunbekannt
Kellerunbekannt
Sonnenuhr im Labyrinthkeine

Bei Jorgen Pawl, dem toten Magier und Anführer der Kultisten des Turms, fanden sie neben seinem Zauberstab, einem Ring und seinem Zauberbuch auch einen seltsamen, wie ein Stundenglas geformten Schlüssel. Sie folgerten messerscharf, dass sie mit diesem Werkzeug doch in den Keller gelangen konnten. Das Symbol für die Sanduhr an dem Panel des Teleportationszirkels hatte bisher nämlich keine Funktion gezeigt.

Im Keller

So packten sie alles - inklusive ihrem Gefangenen - zusammen und berührten mit dem Schlüssel das Symbol der Sanduhr. Zwei Augenblicke später standen sie in einem dunklen Kellerraum, nur schwach beleuchtet durch den fernen Schein eines Feuers, das aus dem halbrechts wegführenden Gang zu kommen schien.

Drei tote Körper in den Gewändern der Kultisten lagen auf dem Boden des Kellerraum. Hinter ihnen an der Wand befand sich die inzwischen vertraute Metallplatte, es fehlten allerdings die Symbole mit den zwei Stühlen.

Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch ein Motto der Abgesandtes des Rates der Allianz. Und so schlichen Yona und Tashenell sehr vorsichtig und leise den einzigen Gang entlang, der von dem Teleporterraum des Kellers wegführte. Am Ende spähten sie vorsichtig in einen Raum, der wohl als Werkstatt gedient hat. Werkbänke und -tische mit Werkzeuge und einer Menge an Büchern und Papieren befand sich in diesem Gewölbe. Und drei Elementarwesen: 2 aus Stein und ein Wesen aus purem Feuer. Das war auch das Feuer, dass den Raum und den Gang beleuchtete. Ob die beiden Räume bereits der ganze Keller des Turms des Xonthal waren oder ob es linkerhand doch noch weiterging, das konnten aus ihrer Position nicht erkennen. Und weiter vorwagen wollten sie sich nicht.

Elementare

Auf dem einzigen freistehenden Tisch stand eine wunderschöne Kiste aus Holz, vielleicht 1 Fuß lang und halb so breit und hoch, welche die Aufmerksamkeit der Halblingsfrau und dem Menschen aus dem Süden auf sich zog. Konnte in der Kiste die gesuchte Drachenmaske sein?

Es wäre schon denkbar und so heckten die Helden von Greenest einen Plan aus: Tashenell’s magisches Seil sollte sich um die Kiste schlingen und das Objekt ihrer Begierde so in die Nähe einer magischen, telekinetischen Hand bringen, die Yona heraufbeschwören konnte. So wollten sie außerhalb der Reichweite und Aufmerksamkeit der Elementarwesen bleiben. Gedacht, getan. Die beiden Beschaffungsprofessionellen führten ihren Plan aus und ergatterten erfolgreich das Holzkistchen. Mit geschickten Fingern und Dietrichen öffneten sie die Kiste, doch die erhoffte Maske befand sich nicht im Inneren. Statt dessen fischten sie 3 Schriftrollen heraus: Zwei Schriftrollen zum Schutz vor Feuerelementaren und eine Schriftrolle zum Schutz vor Erdelementaren (https://www.dndbeyond.com/magic-items/scroll-of-protection).

Die Bezwinger von Aurathator fühlten ihr Ziel - die Blaue Drachenmaske - zum Greifen nahe! Wird es ihnen gelingen? Oder ist doch alles hier nur eine Todesfalle für die Erzgegner des Kultes?

-Fohleireih